Fiat
Wissenswertes über die Marke Fiat
Am 1. Juli 1899 wird im Palazzo Bricherasio von acht Mitgliedern, unter ihnen Giovanni Agnelli, die Gründungsurkunde der Società Anonima Fabbrica Italiana di Automobili Torino unterzeichnet: Fiat ist geboren! Schon ein Jahr später zelebriert man im Corso Dante 35 die erste Einweihung eines Fiat-Werkes mit 150 Mitarbeitern, noch im gleichen Jahr beginnt die Produktion des Modells 3½ HP.
1964 läutet Fiat mit dem 850 eine neue Ära ein. Die zweitürige Limousine bricht sämtliche Fiat-Absatzrekorde: Von diesem Modell werden insgesamt fast drei Millionen Stück gebaut! 1966 sitzt Gianni Agnelli auf dem Präsidentenstuhl von Fiat. Die unter Agnelli gebauten Modellreihen 124, 126, 127, 128 und das 1969 der Öffentlichkeit vorgestellte Dino-Coupé setzen die Erfolgsgeschichte des Konzerns weiter fort. Fiat beginnt Anteile an Ferrari zu erwerben, verleibt sich Lancia ein und gründet im Jahr 1979 schließlich die Fiat Auto S.p.A, die Fiat, Autobianchi, Abarth und Ferrari unter einem Dach vereint.
Doch bereits Mitte der 70er Jahre kommt das Unternehmen, von der Öffentlichkeit zunehmend stärker bemerkt, in ernsthafte Schwierigkeiten. Die Modelle Bravo, Brava, Marea und Scuda sind nicht in der Lage, an die Erfolge vorheriger Modelle anzuknüpfen. Verfehlte Modellpolitik und Qualitätsmängel beschädigen Fiats Image erheblich. Auch die Modelle Multipla, Seicento, Uno, Panda, Ducato, Punto und Cinquecento können daran nichts ändern. Die Marktanteile des Turiner Unternehmens sinken dramatisch und bringen Fiat zu Beginn des neuen Jahrtausends an den Rand des wirtschaftlichen Kollapses. Umberto Agnelli, der Sohn des 2003 verstorbenen Gianni Agnelli, versucht mit einem kompletten Restrukturierungsprogramm die gescheiterte Managementpolitik seines Vaters aufzuhalten und die Fiat-Gruppe wiederzubeleben. Modelle wie der Stilo und der Barchetta, eine Finanzspritze der Agnelli-Familie von 750 Mio. Euro und eine aggressive Expansionspolitik in die Exportmärkte lassen den angeschlagenen Konzern wieder optimistisch in die Zukunft blicken.
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